Cellular: Freiräume schaffen
Freitag, 14 Uhr, in der ehemaligen Pianofabrik im Hamburger Schanzenviertel: in den Altbauräumen der CELLULAR GmbH sitzen Björn, David und Inke und planen das neue Agentur-Intranet. Und es geht ausnahmsweise mal nicht um APIs, innovative User Interfaces oder das neueste Kundenprojekt. Der Programmierer, der Art Director und die Projektmanagerin befinden sich in der offiziellen Kreativzeit und planen das neue Agentur-Intranet.
In der Hamburger App-Schmiede arbeiten inzwischen über 60 kreative Köpfe direkt oder indirekt an Mobile-Konzepten sowie deren Realisierung für ihre Kunden: Konzepter, Designer, Programmierer und alle, die CELLULAR zu einer der erfolgreichsten Agenturen für mobile Lösungen – wie Apps, WebApps und Portale – im europäischen Markt machen. Eine Full-Service Agentur – kreativ, kompetent und technisch hoch spezialisiert. Mit Anspruch an Qualität und State-of-the-Art-Lösungen.
Kreativzeit fördern
CELLULAR fördert die Kreativzeit bewusst – eine von mehreren Maßnahmen, die die Geschäftsleitung in den letzten Monaten angestoßen hat. Für Birger Veit, Geschäftsführer von CELLULAR, ist ein gutes Arbeitsklima enorm wichtig: „Als qualitativer und quantitativer Marktführer im Bereich der Mobile-Agenturen sind bei uns die Ansprüche an unsere Mitarbeiter naturgemäß hoch. Wir möchten unseren Mitarbeitern die Gelegenheit geben, sich vom projektbezogenen Zeit- und Leistungsdruck bewusst freimachen zu können, um einfach auch spontaner Kreativität wieder Raum zu geben.“ Geweckt wurde der Handlungsbedarf in Sachen Mitarbeiter-Zufriedenheit durch die Ergebnisse der umfassenden TOMORROW FOCUS Mitarbeiterumfrage, die in Sachen Qualitätsmanagement auch den Wohlfühlfaktor bei Mitarbeitern untersuchte.
Entspanntes Arbeitsklima
Mitte des Jahres steht jetzt ein Umzug in neue Büroräume an den Hamburger Hafen an – auf Initiative von Roman Kocholl, Geschäftsführer und Mitbegründer von Cellular: „Aufgrund des starken Wachstums der Agentur in den vergangenen Monaten sind unsere Büroräume einfach zu eng geworden. Durch den Umzug werden wir das Arbeitsklima deutlich entspannen und durch mehrere Lounges und viel Platz Freiräume zur Entfaltung von Ideen schaffen.“
Für CELLULAR ist es wichtig, Mitarbeiter zu binden. Die Agentur weiß um den Wert ihrer qualifizierten Mitarbeiter und dass auch eine Mobile-Agentur sich künftig nicht nur über ihr Produkt, sondern auch über ihren Umgang mit Mitarbeitern positionieren muss. „Um gute Mitarbeiter müssen wir uns bemühen“, weiß Birger Veit. „Die Höhe des Gehalts allein ist kein Entscheidungskriterium mehr – Mitarbeiter müssen sich mit uns als Marke identifizieren können.“
Kurze Abstimmungswege
Deswegen wolle er seinen Mitarbeitern ihren Wert für das Unternehmen deutlich machen, so Veit. „Wenn morgens ein Mitarbeiter anruft, weil er sein Kind betreuen muss, dann ist das eben so.“ Gleichzeitig legen die Hamburger viel Wert auf flache Hierarchien und kurze Abstimmungswege, die in Projekten Gestaltungsspielräume ermöglichen sollen. Außerdem sollen durch flexible Arbeitszeiten und Home-Office die Arbeitszeiten entzerrt werden. Vor allem im Wettbewerb mit den namhaften Konzernen sei dies wichtig. „Ein Schlüsselfaktor für uns als Agentur ist es, unsere Attraktivität als Arbeitgeber hoch zu halten“, sagt Roman Kocholl. Die Mitarbeiter müssten eine Form von Zuhause und Gestaltungsfreiraum empfinden.
Emotionale Bindung
Stellt sich dieses Gefühl bei den Mitarbeitern ein, zahlt sich die Investition für ein Unternehmen schnell aus. Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Gallup fehlen Mitarbeiter mit hoher emotionaler Bindung an den Arbeitgeber rund 1,5 Tage weniger pro Jahr als ihre frustrierten Kollegen. Darüber hinaus sind emotional gebundene Mitabeiter laut Studie fleißiger: Sie präsentieren ihren Vorgesetzten fast doppelt so viele neue Ideen wie die Unmotivierten. Bei Cellular geht das Konzept der Freiräume und damit der nachhaltigen Mitarbeiterbindung inzwischen auf. Die Ergebnisse aus der Kreativzeit haben deutlich gezeigt, dass Mitarbeiter in dieser Zeit viele eigene Ideen umsetzen und in die Firma einbringen können. Das stärkt das „Wir-Gefühl“, die Kommunikation untereinander und sorgt für eine generell höhere Motivation, sich in die Firma einzubringen.
Von Katharina Kirsch und Miriam Fahr
