Mitarbeiterporträt
Stellvertretender Ressortleiter Finanzen bei FOCUS Online
Björn Sievers, stellvertretender Ressortleiter Finanzen bei FOCUS Online
Björn, Du bist stellvertretender Ressortleiter der Finanzredaktion bei FOCUS Online. Wie war Dein Werdegang bis dahin?
Ich habe zunächst Geschichte in Bielefeld, Berlin und London studiert, wollte aber schon seit meiner Schulzeit Journalist werden. Deshalb habe ich nebenbei immer für Medien gearbeitet, vor allem für Tageszeitungen und Radiosender. Richtig ernst wurde es dann nach einem auf sechs Monate verkürzten Volontariat bei der Nachrichtenagentur ddp. Ich bekam meine erste Stelle als Redakteur in der ddp-Zentrale in München. Später ging ich mit ddp wieder nach Berlin und kam dann für FOCUS Online zurück nach München.
Für Nicht-Eingeweihte: Was sind Deine Aufgaben bei FOCUS Online?
Als stellvertretender Ressortleiter Finanzen bin ich vor allem für die aktuelle Wirtschaftsberichterstattung von FOCUS Online zuständig. Dazu gehört, Themen mit den Kollegen zu planen, Korrespondenten anzufragen, Geschichten von Kollegen, Korrespondenten und freien Autoren zu redigieren und als Chef vom Dienst die Ressorts Finanzen und Immobilien zu "fahren". Manchmal schreibe ich auch selbst. Außerdem entwickeln wir das Ressort ständig weiter, z.B. überlegen wir aktuell, wie wir die neuen User-Rankings besser für uns nutzen können.
Ist der Nachrichtenfluss heutzutage überhaupt noch zu bewältigen? Wie bereitest Du das alles auf?
Manche Ereignisse, wie etwa Finanzkrisen und Rezessionen, halten in der Tat das ganze Ressort oft monatelang in Atem. Dabei stehen wir jeden Tag vor der Herausforderung, wie wir unseren Lesern komplexe Zusammenhänge einfach erklären können. Das bedeutet natürlich auch, dass die Kollegen sich in Themen einarbeiten müssen, von denen man vor den Ereignissen noch nicht ahnen konnte, dass sie einmal wichtig sein würden. Bei jeder Geschichte versuchen wir, vom Leser aus zu denken. Deshalb lesen wir auch sehr viele Kommentare, wir wollen immer wissen, wie unsere Nutzer zur Nachrichtenlage und zu unseren Geschichten stehen. Oft genug schlummert darin die nächste Geschichte.
Was magst Du an Deinem Job und was weniger?
Ich liebe die Unmittelbarkeit des Online-Journalismus und seine Möglichkeiten. Wir können immer sofort auf Ereignisse reagieren. Dann liegt es an uns, wie ausführlich wir eine Geschichte begleiten. In manchen Fällen reicht uns eine Agenturmeldung, in anderen gräbt sich ein Autorenteam erst einmal in die Recherche. Und mit ein bisschen Glück ist hier und da auch Raum für ausgeruhtere Themen, die etwas abseits des Trampelpfades Nachrichtenlage liegen. An manchen Tagen ist aber eben diese Nachrichtenlage auch eine extreme Belastung.
Neben der journalistischen Arbeit reizt es mich besonders, Entwicklungen im Netz zu beobachten und FOCUS Online und vor allem Finanzen weiterzudenken. Wir sind noch lange nicht am Ende unserer Möglichkeiten angelangt, und das wird zum Glück auch so schnell nicht passieren. Die User-Rankings habe ich schon genannt. Etwas weiter gedacht, wird es in den kommenden Jahren darum gehen, die eigenen Inhalte in unterschiedlichsten Darreichungsformen zum Leser zu transportieren, nicht nur auf den PC und das Handy, sondern auch auf Geräte, die wir noch nicht kennen.
„Ich liebe die Unmittelbarkeit des Online-Journalismus und seine Möglichkeiten.“
