head unternehmen 20120712
 
Das Unternehmen

    Die Liebe in Zeiten des Internets

    In den Anfängen der seriösen Online-Partnervermittlung in Deutschland herrschten noch Skepsis und Vorurteile. Paare, die sich über das Internet kennenlernten, wurden häufig belächelt und hielten es deswegen oft geheim. Mittlerweile ist die Suche im Netz so selbstverständlich wie Online-Banking.

    Der Philosoph Platon sagt, dass Mann und Frau ursprünglich als Kugeln mit vier Händen und Füßen und zwei Gesichtern fest miteinander verbunden waren. Seit Göttervater Zeus diese Kugelmenschen aus Eifersucht über ihren Übermut in zwei Teile schnitt, sehnen sich beide danach ihre andere Hälfte zu finden. Obwohl der Kern dieses Mythos – die Suche nach dem passenden Gegenstück – heute so aktuell ist wie vor 100 oder 1000 Jahren, hat sich die Art der Partnersuche im Laufe der Zeit immer wieder gewandelt. Eine der bedeutendsten Änderungen der letzten Jahre brachte die Digitalisierung mit sich: Inzwischen nutzen hierzulande jeden Monat rund sieben Millionen Singles Online-Dating. Mit Erfolg: Zurzeit leben mehr als 3,5 MillionenDeutsche mit einem Partner zusammen, den sie per Mausklick kennengelernt haben, Tendenz steigend.

    EliteMatching: Partnersuche auf wissenschaftlicher Basis

    Einer der Hauptgründe für die Partnersuche im Netz ist die riesige Auswahl bindungswilliger Singles – während das Potenzial im eigenen Umfeld längst erschöpft ist. Ausgangspunkt der Partnersuche bei ElitePartner ist das EliteMatching (to match - zusammenpassen). Basierend auf den Ergebnissen eines Persönlichkeitstests ermittelt ein Computeralgorithmus die Singles, die besonders gut zueinander passen. Die Übereinstimmung wird in Matchingpunkten ausgedrückt. Je höher, desto größer die Chance auf eine langfristige, glückliche Beziehung. Doch nach welchen Kriterien wird konkret ermittelt, wer mit wem zusammenpasst? Gilt hier das Prinzip „Gleich und gleich gesellt sich gern” oder ziehen sich Gegensätze doch an?

    Gleich und gleich gesellt sich gern?

    Nach Prof. Dr. Burghard Andresen, wissenschaftlicher Beirat für das Thema Matchmaking bei ElitePartner, müssen bei der Partnersuche beide Prinzipien beachtet werden, jedoch in ganz verschiedenen Bereichen. „Das Gegensatzprinzip greift teilweise bei körpernahen Merkmalen, vor allem solchen, die mit den Erbfaktoren des Immunsystems und der geschlechtlichen Anziehung zusammenhängen. Das Ähnlichkeitsprinzip dagegen gilt bei Persönlichkeitsmerkmalen, Einstellungen und Wertorientierungen. Wir werden eher mit jemandem glücklich, mit dem wir in diesen Bereichen übereinstimmen“, so Prof. Dr. Andresen. Ein gesunder Abstand entsprechend des Gegensatzprinzips wirkt sich beispielsweise in den Bereichen „Nähe - Distanz“, „Autarkie - Versorgung“ und „Unterordnung - Dominanz“ positiv auf die Beziehung aus. Das Ähnlichkeitsprinzip wiederum greift bei der Kommunikationsfähigkeit, dem Einfühlungsvermögen, der Konfliktfähigkeit und der Stressverarbeitung. Hier versteht man sich einfach besser mit einem Partner, wenn dieser ungefähr ähnliche Einstellungen und Ziele verfolgt - man ist auf gleicher Wellenlänge. Ein Computeralgorithmus, der vorausberechnet, ob sich zwei Menschen verlieben werden? Klingt zu einfach, um wahr zu sein. Und tatsächlich muss man auch die Grenzen eines solchen Verfahrens sehen, meint Prof. Dr. Andresen: „Ob der Funke tatsächlich überspringen wird, kann ein Computer sicher nicht berechnen. Das muss ein Paar schon selbst fühlen und erleben und das ist gut so. Aber durch eine gute Passungsanalyse kann die Wahrscheinlichkeit erhöht werden, dass zwei Menschen zueinander finden, die sich ineinander verlieben und gemeinsam eine erfüllte, stabile Beziehung aufbauen können.“ Anstatt zu viel in einen Online-Kontakt hineinzudeuten, empfiehlt Andresen, sich schnell zu treffen und den Realitäts-Check zu starten. Hier zeigt sich dann, wie wohl man sich wirklich mit dem Gegenüber fühlt. Auch Anna und Sebastian, die sich über ElitePartner gefunden haben, raten allen Online-Suchenden: „Mailt nicht wochenlang, verabredet euch einfach mal auf einen Kaffee. Bei unserem ersten Treffen hat sich gezeigt, dass die abstrakten Matchingpunkte tatsächlich ein Spiegelbild unserer gleichen Interessen, Einstellungen und Wünsche waren.“

    In Zukunft per Speichelprobe zum Traumpartner?

    Wie bei Anna und Sebastian stimmt die Chemie manchmal sofort, in anderen Fällen funkt es trotz noch so vieler Matching-Punkte kein bisschen. Etwas Glück gehört also auch bei der Online-Partnersuche dazu. Um diesem Glück noch weiter auf die Sprünge zu helfen, arbeitet die Matching-Branche permanent an der Weiterentwicklung ihrer Verfahren. „Heute können wir anhand des Matching-Fragebogens die beziehungsrelevanten Dimensionen der Persönlichkeit nur schriftlich abbilden. Bei der Partnerwahl spielen jedoch viele weitere Sinneseindrücke eine Rolle, wie der individuelle Geruch eines Menschen oder die Stimme“, so Dr. Jost Schwaner, Geschäftsführer von ElitePartner. Mit dem Gesichtsfeldmatching, dem DNA-Matching oder dem Farbmatching gibt es zwar vermehrt Verfahren, die versuchen, weitere Matching-Dimensionen abzubilden. Dr. Schwaner warnt jedoch davor, diesen Ansätzen, einzeln betrachtet, zu viel Bedeutung beizumessen: „Die Online-Matching-Branche wird Wege finden müssen, mehrere Herangehensweisen miteinander zu kombinieren, um das für eine Beziehung notwendige Bild komplettieren zu können. Einzeln sind die Methoden, verkauft als heilsbringendes Matchingverfahren, nicht viel mehr als heiße Luft, in der Kombination können sie uns der Wahrheit näher bringen. Keine Kombination der Welt kann allerdings je das Knistern garantieren.“

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    Anna Kalisch
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