Mitarbeiterportrait
Timm Kawohl – Entwicklungsredakteur bei Tag, DJ bei Nacht
Fragt man Timm Kawohl nach einem Foto zur Bebilderung des Mitarbeiterportraits, verweist er auf eins seiner zahlreichen Pressefotos – „Nimm doch eins von denen.“ Welcher Entwicklungsredakteur eines Nachrichtenmagazins kann das von sich behaupten? Tagsüber entwickelt Timm neue Ideen und Anwendungen für FOCUS Online, nachts legt er in den unterschiedlichsten Städten der Welt als DJ auf – mit uns sprach er über beide Seiten seiner Karriere.
Timm, du arbeitest seit 2008 als Entwicklungsredakteur bei FOCUS Online. Wie sieht dein Job genau aus?
Als Entwicklungsredakteur ist es zunächst meine Aufgabe, neue Ideen und Anwendungen für FOCUS Online zu konzeptionieren und weiterzuentwickeln. Ich erstelle beispielsweise neue Funktionen für die Bildergalerie, erweitere das mobile Website-Angebot von FOCUS Online oder verbessere unsere Apps. Darüber hinaus bin ich aber auch die Schnittstelle zwischen der Technik und anderen Abteilungen. Wenn zum Beispiel das Marketing oder das Channelmanagement neue Anforderungen an die Website oder eine App stellen, formuliere ich die Änderungen und leite sie an die Technik weiter.
In den Jahren davor hast du für den Technologiedienstleister TFT hier im Haus als Programmierer gearbeitet. Warum dann der Schwenk zur Entwicklungsredaktion?
Nach zehn Jahren Programmieren wollte ich einfach mal etwas anderes sehen als Bits und Bytes. Ich wollte einen Job machen, bei dem ich mich noch stärker einbringen kann, bei dem ich kreativ sein kann. Jetzt habe ich die Möglichkeit, aus dem Nichts heraus etwas Neues zu schaffen. Dabei bleibt die Arbeit aber kein reiner „Kopf-Job“. Ich denke mir nicht nur Ideen aus, ich kann auch sehen, wie sie tatsächlich umgesetzt werden.
Was zeichnet einen guten Entwicklungsredakteur aus?
Zunächst mal braucht man ein grundlegendes technisches Verständnis. Das ist nötig, um die Struktur hinter den Abläufen zu verstehen. Außerdem natürlich Kreativität und die Fähigkeit, sauber zu kommunizieren. Ich habe jeden Tag mit den unterschiedlichsten Kollegen aus Technik, Sales und Channelmanagement zu tun, da darf man kein Fachidiot sein. Ein gewisses Maß an Offenheit ist ganz entscheidend.
Im August warst du mit deinem DJ-Projekt für drei Wochen auf Clubtour in den USA. Wie lässt sich die Arbeit als DJ mit deiner Arbeit bei FOCUS Online verbinden?
Das geht ganz gut. Ich verbringe meinen Urlaub eben nicht am Strand, sondern am DJ-Pult in den unterschiedlichsten Städten der Welt. So eine Tour wie jetzt ist die Belohnung für die langen Nächte im stillen Kämmerlein deines Studios. Wenn du beim Auflegen siehst, wie die Leute auf deine Musik reagieren – das ist schon eine ganz spezielle Art von Aufmerksamkeit und Belohnung, wirklich mit nichts zu vergleichen.
Du bist mit deiner EP in den Top 10 der Beatport Charts, bist in L.A. so bekannt wie in Paris, nur hier in München hast du noch nie aufgelegt. Woran liegt’s?
München ist generell eher technolastig, ich mache eher melodischen, musikalischeren Sound, mixe House mit Disco- und Funkelementen. Damit passe ich einfach nicht ins Münchner Konzept. In Hamburg und Berlin entwickelt sich gerade etwas mehr in Richtung Disco – im Oktober hab ich daher auch Deutschlandpremiere in Hamburg.

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